Postleitzahl statt Primetime: Wie regionale TV-Werbung junge Menschen erreicht
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Was ist Addressable TV?
Hinter dem Begriff steckt eine einfache Idee: Werbung wird nicht mehr an alle Zuschauer gleichzeitig ausgespielt, sondern gezielt an ausgewählte Haushalte. Basierend auf Region, Interessen oder soziodemografischen Merkmalen. Technisch funktioniert das über die Internetverbindung moderner Smart TVs und HbbTV-fähiger Geräte.
In Deutschland sind rund 65 Prozent der Haushalte mit einem für Addressable TV geeigneten Gerät ausgestattet – Tendenz steigend. Zugleich zeigt sich, dass rund 90 Prozent der kleinen und mittelständischen Unternehmen in Deutschland das Thema noch gar nicht kennen. Dabei sind die Vorteile gegenüber klassischer TV-Werbung erheblich.
Regional, zielgerichtet, erschwinglich
Statt eines teuren TV-Spots für ganz Deutschland können Unternehmen ihre Werbebotschaft heute postleitzahlengenau ausspielen: zum Beispiel in einem Radius von 50 km um den Firmensitz. Und das nur dann, wenn die Zielgruppe gerade relevante Inhalte schaut – etwa Handwerks- oder Technikformate.
Die Botschaft muss dabei gar nicht kompliziert sein:
„Komm zu uns ins Team.“
„Starte deine Ausbildung im Leitungsbau.“
„Arbeite, wo du zuhause bist.“
Für viele Betriebe im Leitungsbau ist genau das der entscheidende Vorteil: Sie sind gute Arbeitgeber, aber außerhalb ihres direkten Netzwerks kennt sie oft kaum jemand. Addressable TV schafft hier regionale Sichtbarkeit, ohne das Budget eines Konzerns vorauszusetzen.
Wie läuft eine Kampagne ab?
Für den Einstieg braucht es keine eigene TV-Abteilung. Mediaagenturen oder die Vermarkter direkt übernehmen Planung und Buchung. Gemeinsam legt man fest: Welche Zielgruppe soll erreicht werden? In welcher Regionen soll die Werbung laufen? Wie hoch ist das Budget?
Zu den bekanntesten Anbietern in Deutschland gehören die Ad Alliance (RTL Deutschland) und Seven.One Media (ProSiebenSat.1). Beide Unternehmen haben Anfang 2024 ihre Adtech-Plattformen zusammengeführt, um Werbetreibenden buchungsübergreifende Kampagnen über lineare und digitale TV-Kanäle zu ermöglichen. Daneben bietet die Deutsche Telekom mit MagentaTV eigene Werbelösungen an. Auch regionale Digitalagenturen begleiten inzwischen gezielt mittelständische Unternehmen bei solchen Kampagnen.
Für einen ersten Test reichen oft schon wenige Wochen Laufzeit in einem regional begrenzten Gebiet. Wichtiger als ein aufwendig produzierter Werbespot sind dabei klare Botschaften:
• Wer sind wir?
• Was bieten wir jungen Menschen?
• Warum lohnt es sich, Teil unseres Teams zu werden?
Kosten
Doch was genau kostet nun so eine Kampagne? Kommt darauf an - natürlich unter anderem auf die Laufzeit und die Auswahl der Kanäle und Sender. Oftmals reicht schon ein Mediabudget von 5.000 bis 8.000 Euro aus. Zusätzlich zu den Mediakosten müssen auch die Kosten für die Spoterstellung berücksichtigt werden. Hier kann man von ca. 10 Prozent des Mediabudgets ausgehen. Diese Zahlen sind grobe Richtwerte, keine Pauschalpreise. Jede Kampagne muss individuell geplant werden.
Fazit:
Addressable TV verbindet die Reichweite und Glaubwürdigkeit des klassischen Fernsehens mit den gezielten Möglichkeiten digitaler Werbung. Gerade für mittelständische Unternehmen im Leitungsbau eröffnet sich damit eine neue Chance, junge Menschen regional und zielgerichtet anzusprechen – ohne riesige Werbebudgets. Wer als Arbeitgeber sichtbar werden möchte, sollte deshalb auch neue Wege in der Nachwuchsgewinnung ausprobieren. Denn die Fachkräfte von morgen erreicht man dort, wo sie heute Inhalte konsumieren.
Probieren Sie es doch einmal aus und bei Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

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