Schulmarketing: Nachwuchs dort erreichen, wo Berufsorientierung beginnt

September 29, 2026
•
3 min. Lesezeit
KI-generiert

Wie kommen Unternehmen mit Jugendlichen ins Gespräch,bevor diese sich für einen Ausbildungsberuf entschieden haben? Schulmarketingsetzt genau dort an. Es reicht vom Besuch im Klassenzimmer über Praxistage biszur dauerhaften Präsenz an Schulen und funktioniert auch ohne großePersonalabteilung.

Wer Nachwuchs für den Leitungsbau gewinnen möchte, steht vor einer besonderen Herausforderung: Viele Jugendliche kennen den Beruf des Leitungsbauers für Infrastrukturtechnik nicht. Hinzu kommt der neue Name. Bis August 2026 hieß der Beruf Rohrleitungsbauer, die neue Bezeichnung muss sich erst herumsprechen. Umso wichtiger ist es, Jugendlichen so früh wie möglich zu zeigen, was hinter dem Berufsbild steckt. Die Schule bietet dafür den besten Ansatzpunkt, denn dort beginnt die Berufsorientierung.

Unterstützung bietet #pipeline31, die Nachwuchsinitiative des Rohrleitungsbauverbandes (rbv). Sie stellt Informationen zum Berufsbild und Einblicke in den Arbeitsalltag bereit, die Unternehmen in ihr eigenes Schulmarketing einbinden können. Wie der Einstieg gelingt, zeigen wir Ihnen in fünf Schritten.

1. Die richtigen Schulen und Ansprechpartner finden

Starten Sie in Ihrer Region: Welche weiterführenden Schulen liegen im Einzugsgebiet Ihres Unternehmens? Welche davon passen zu den Ausbildungsplätzen, die Sie besetzen möchten?

Nehmen Sie anschließend direkten Kontakt auf. Erste Ansprechpartner sind die Lehrkräfte, die an der Schule die Berufsorientierung koordinieren. Fragen Sie konkret nach Formaten, in denen Sie Ihr Unternehmen und den Beruf vorzustellen können:  Berufsinformationstag, Unterricht, Projekttag oder Ausbildungsmesse.

Auch Industrie- und Handelskammern, Handwerkskammern oder andere regionale Netzwerke erleichtern den Zugang zu Schulen und unterstützen Sie bei der Zusammenarbeit.

2. Die eigenen Azubis einbinden

Erzählen Sie nicht allein über die Ausbildung in Ihrem Unternehmen. Lassen Sie diejenigen berichten, die sie selbst erleben. Ihre Auszubildenden vermitteln Jugendlichen auf Augenhöhe, was sie auf der Baustelle oder im Betrieb machen, warum sie sich für den Beruf entschieden haben und was ihnen daran gefällt.

Einige Städte und Landkreise bieten dafür Programme mit Ausbildungsbotschaftern an und bereiten Auszubildende gezielt auf ihre Einsätze in Schulen vor. Fragen Sie nach, welche Angebote es bei Ihnen gibt.

3. Die Angebote von #pipeline31 nutzen

Binden Sie beim Schulbesuch die Angebote von #pipeline31 ein. Die kurzen Videos auf den Social-Media-Kanälen wie TikTok und Instagram stellen Menschen, Baustellen und Technik authentisch vor und geben zusätzliche Einblicke in den Arbeitsalltag.

Für Schulbesuche stellt der rbv seinen Mitgliedsunternehmen außerdem den Ausbildungsflyer „Starte deine Ausbildung zum Leitungsbauer für Infrastrukturtechnik“ kostenfrei zur Verfügung. Bestellen Sie Printexemplare (mit Stempelfeld) direkt beim rbv oder ergänzen Sie die pdf-Version um Ihr Logo und Ihre Kontaktdaten und drucken sie selbst aus.

Über QR-Codes auf dem Flyer gelangen Jugendliche auf die Website von #pipeline31 und die Social-Media-Kanäle. So entdecken sie  den Leitungsbau nach dem persönlichen Erstkontakt selbst weiter. Für noch mehr Aufmerksamkeit empfehlen wir Ihnen, #pipeline 31 auf Ihren eigenen Materialen sichtbar zu machen.

4. Den Leitungsbau erlebbar machen

Etwas vor Ort zu zeigen wirkt oft stärker, als es abstrakt zu erklären. Laden Sie Jugendliche in Ihr Unternehmen oder auf eine interessante Baustelle ein, schaffen Sie Gelegenheiten zum Mitmachen und Austauschen. Betriebserkundungen, Baustellenbesuche, Praxistage und Schülerpraktika machen sichtbar, wie Ihre Teams ticken, welche Technik und Maschinen zum Einsatz kommen, wie auf einer Baustelle gearbeitet wird und was der Leitungsbau im Untergrund alles leistet.

5. Nach dem ersten Kontakt sichtbar bleiben

Verstehen Sie einen Schulbesuch oder Praxistag nie als einmalige Aktion. Planen Sie über das Schuljahr hinweg weitere Maßnahmen und Kontaktpunkte ein: Praktikumsangebote, erneute Schulbesuche, Flyer und Plakate, digitale Schulscreens und das schwarze Brett oder Social-Media-Aktivitäten. Je präsenter Ihr Unternehmen ist, desto eher erinnern sich Jugendliche bei der Berufswahl an Sie.

Besonders sinnvoll ist eine feste Zusammenarbeit mit einzelnen Schulen. Vereinbaren Sie beispielsweise regelmäßige Betriebserkundungen, Praktikumsangebote oder Besuche Ihrer Auszubildenden. Beim Aufbau solcher Kooperationen helfen auch Online-Netzwerke und regionale Initiativen.

Präsenz ausweiten

Wer über einzelne Schulkooperationen hinaus mehr Jugendliche erreichen will, ergänzent sie durch externe (kostenpflichtige) Schulmarketing-Angebote. Damit verteilen Sie Informationsmaterial gezielt an Schulen, versenden E-Mailings oder bespielen digitale Schulangebote. Region und Schulform wählen Sie dabei selbst aus.

Solche Maßnahmen ersetzen den persönlichen Kontakt nicht, sie ergänzen ihn. Schulbesuche, Praxistage und Praktika machen den Beruf erlebbar. Zusätzliche analoge und digitale Kontaktpunkte halten den Leitungsbau darüber hinaus sichtbar. Denn wer sich für eine Ausbildung im Leitungsbau entscheiden soll, muss  den Beruf zuerst kennen. Je öfter Jugendliche ihm begegnen und je konkreter sie ihn erleben, desto eher wird er bei der Berufswahl zur echten Option.

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